10 Impulse für Authentisches Marketing – Nr. 4-7

? Impuls 4: Dein Warum

In Impuls 2 bin ich kurz darauf eingegangen, dass deine Vision auf dein Warum geprüft werden soll. Wir haben unbewusst so viele Ansichten von anderen Menschen übernommen, dass wir deren Wünsche/Träume als unsere eigenen übernehmen, obwohl sie das nicht sind.

Dein Warum setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
Deine Passion
Deine Werte
Dein Leitsatz
Deine Lieblingskunden

Die Passion umfasst deine Begeisterung, Hingabe, deinen Enthusiasmus für etwas, deine eigene Leidensgeschichte bzw. die Erkenntnisse daraus, die Tätigkeiten, in denen du richtig gut bist und die du gerne machst. Schreib dir alles auf, was dir dazu einfällt.

Kennst du deine Werte? Beispiele dafür sind Liebe, Freiheit, Erfolg, Leadership, Wachstum, Macht, Karriere, Abenteuer, Stilbewusstsein, Empathie, Freude etc. Wenn du deine Werte nicht kennst, dann gehe in dich, erinnere dich an Situationen, Entscheidungen, Wendepunkte in deinem Leben und überlege dir, welche Werte (oder Qualitäten) von dir dahinterstecken und ob sich einzelne wiederholen. Und dann schau dir an, wie sehr du diese Werte momentan leben kannst.

Jeder Mensch hat einen oder mehrere Leitsätze, die ihn im Leben begleiten. Bei mir war das schon immer „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“, da er für mich die Bedeutung hat, wie wichtig es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und aus dem Leben, das endlich ist, das Beste zu machen. Inzwischen gibt es einen weiteren Leitsatz: „Es ist so viel mehr möglich, als du denkst.“ Welcher ist dein Leitsatz?

Deine Lieblingskunden gehören deshalb zu deinem Warum, weil du Menschen in deinem Business haben möchtest, die ganz genau zu dir passen und denen nur du helfen kannst. Mit wem arbeitest du gerne zusammen? Welche Eigenschaften, Probleme, Wünsche und Werte haben diese Menschen?

Nimm dir Zeit für DEIN Warum, schau genau hin und schreibe dir alles auf.

 

? Impuls 5: Die richtigen Fragen stellen

Ich liebe es Fragen zu stellen. Fragen eröffnen so viele neue Möglichkeiten, ändern deine Energie und machen Spaß. Wenn du einen schlechten Tag hast oder nichts so richtig funktionieren will, wie du das möchtest, dann frage dich „Wie kann es jetzt noch besser werden?“ und „Was ist sonst noch möglich?“ Stelle diese Fragen auch, wenn du Erfolg oder einen guten Tag hast, damit noch mehr davon zu dir kommen kann.

Unter anderem stelle ich täglich Fragen zu meinem Business. Solche Fragen können sein:
Business, wie und wohin möchtest du dich entwickeln?
Wen oder was kann ich meinem Business hinzufügen, um maximal zu wachsen und einen enormen Mehrwert für meine Kunden zu bieten?
Was kann ich heute tun, um neue Kunden anzuziehen?
Wie kann ich heute ein großer Beitrag für meine Kunden sein?

Ach, da gibt es so viele Fragen zu so vielen Lebensbereichen. Wichtig ist dabei, dass nicht nach einer Antwort gesucht wird, die kommt irgendwann von alleine und zeigt sich auf unterschiedlichste Arten. Das kann ein Buchtipp sein, ein guter Artikel, ein Gespräch, eine spontane Idee, ja vielleicht sogar eine Sequenz in einem Film. Sei aufmerksam, du wirst es merken.

Welcher Beitrag kann es für dich sein, ab jetzt Fragen zu stellen und ohne Ansichten und Bewertungen dich auf Antworten zu freuen?

 

? Impuls 6: Geldbewusstsein/Money Mindset

Oooooh, das liebe Thema Geld.
Mit Geld sind wir quasi seit unserer Geburt konfrontiert, da wir unbewusst alle Ansichten und Glaubenssätze von unserem Umfeld übernommen haben. Und ob wir es wollen oder nicht, Geld spielt eine ganz zentrale Rolle in unserem Leben.

Diese Aussagen kennst du sicher auch:
Geld stinkt.
Man muss hart arbeiten, um Geld zu haben.
Man muss ein schlechter Mensch (Betrüger o.ä.) sein, um reich zu werden.
Sei doch zufrieden mit dem, was du hast!
Geld verändert den Charakter.

Da gibt es so viele Glaubenssätze und Ansichten, die in uns schlummern und uns alles andere als dienlich sind. So richtig Klick hat es bei mir gemacht, als sich für mich die Bedeutung folgender Aussage geändert hat: „Geld bedeutet Macht.“ Diese Aussage hatte ich immer mit Ausbeutung, Raubbau, Betrug etc., also extrem negativ, assoziiert. Und dann wurde mir bewusst, ja, Geld bedeutet Macht und zwar, die Welt so zu verändern oder gestalten, wie ich es gerne hätte. In meinem Fall sind das z.B. faire, gesunde Produkte kaufen, am besten noch aus der Region, Unterstützung von Familie, Menschen oder sozialen Projekten und so vieles mehr. Ist das nicht großartig? Wie viel Gutes können wir mit Geld bewirken?

Es gibt sehr viele Übungen zum Thema Geldbewusstsein. Für den Anfang empfehle ich diese:
Nimm dir Zeit und schreibe alles auf.
Welche Sätze kommen in dir hoch, wenn du an Geld, Reichtum, reiche Menschen oder Auswirkungen von Geld denkst?
Was hast du in deiner Kindheit in Bezug auf Geld, Reichtum, reiche Menschen gelernt?
Wie waren das Verhalten, die Denkweise und die Gewohnheiten deiner Familie in Bezug auf Geld?
Schau dir alle Antworten an und frage dich, wie sie dich heute noch beeinflussen.
Formuliere diese Sätze neu, so dass sie dich beflügeln statt bremsen.

 

? Impuls 7: Sichtbarkeit

Krampft sich alles zusammen, wenn das liest oder daran denkst?
Möchtest du für dich bleiben und trotzdem Kunden gewinnen?
Glaubst du, du bist nicht gut genug?
Oder hast du überhaupt kein Problem damit und würdest am liebsten nach außen stürmen und schreien, damit dich ja alle sehen und hören?

Sichtbarkeit, gesehen zu werden, ist für viele Unternehmerinnen ein großes Thema. Auch wenn sie z.B. offline schon erfolgreich sind, sogar als Expertinnen wahrgenommen werden, gibt es eine hartnäckige Hemmschwelle im Internet sichtbar zu werden. In erster Linie handelt es sich um die Angst vor verbalen Angriffen.

Aber warum ist das so?
Um erfolgreich zu sein, ganz egal, ob in einem Job oder als Unternehmer muss man gesehen werden. Der Chef muss wissen, was du leistest und wenn er es nicht selbst sieht, dann sollte er darauf aufmerksam gemacht werden. Wenn du selbstständig bist und Kunden brauchst, müssen sie dich finden und durch deine Arbeit den Mehrwert erkennen. So kannst du sie zu Stammkunden machen.

Im Internet ist es nicht anders. Die Kunden müssen dich finden, dein Angebot sehen und verstehen, dass du genau die Richtige für sie bist. Die Angst vor der Sichtbarkeit hat fast immer mit folgenden Parametern zu tun:
• fehlende Klarheit
• Angst, nicht gut genug zu sein
• fehlender Mut

Wenn du absolute Klarheit über deine Vision, dein Warum, deine Positionierung, deine Wunschkunden, deine Strategien, Planungen etc. hast, dann wird das „Monster Sichtbarkeit“ seine Kraft verlieren. Fehlender Mut kann nur durch Taten ersetzt werden und die Angst, nicht gut genug zu sein, wird dich wahrscheinlich immer begleiten. Was ein gutes Zeichen ist, denn dann hast du für dich den Anspruch, immer dazu zu lernen und in deiner Entwicklung nicht stehen zu bleiben.

Um sichtbar zu sein ist es nicht wichtig, ob du intro- oder extrovertiert, schüchtern, laut oder was auch immer bist. Hier liegt deine Authentizität, die dich einzigartig macht und mit der du genau die Kunden anziehen wirst, die du dir wünschst.

Also, wenn du Angst vor Sichtbarkeit hast, dann prüfe diese Parameter, hinterfrage sie, ändere etwas und vor allem: Komm ins TUN. Denn: Machen ist so viel besser!

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